Über mich

Sylvia Ettlinger

Ich wurde 1960 in Wien geboren und wuchs in einem Haus mit großem Garten und vielen Tieren (Hunde, Katzen, Hühner, Hasen, Tauben, später auch Pferde) auf. Es gab sehr viel Zeit für Spielen, Malen, Basteln, Kochen und Musik. Eigentlich eine sehr schöne Kindheit, bis sich meine Eltern trennten…. damals war ich 10 und für mich brach eine Welt zusammen. Heute passiert das ständig, zu meiner Zeit war es nicht ganz so einfach. Scheidungen waren unüblich, da Frauen ja noch von ihren Männern wirtschaftlich abhängig waren. Aufgewachsen in einem Patriarchat musste ich hart an mir arbeiten, um einige Dinge für mich „ins richtige Licht zu rücken“.

Ich wollte niemals von jemandem abhängig sein, deshalb habe ich mich 1999 mit einem „Studio für Figur und Wohlbefinden“ selbständig gemacht. Leider in einem Franchise-System (so viel zur Un-abhängigkeit…). Ein gutes Konzept, am Anfang hatten wir Partnerinnen sehr viel Mitspracherecht, doch im Laufe der Zeit wurden die Kosten immer höher und die Mitsprache immer geringer, bald fühlten wir uns nur mehr ausgenutzt. Aber das ist eine andere Geschichte…
Ja, ich war sehr erfolgreich und – ja, ich habe zu viel gearbeitet. 10 Jahre später schlitterte ich – beinahe unbemerkt – ins Burnout. Als ich nach der 6 -wöchigen REHA zurück kam, war nichts mehr wie vorher. Kein Stein auf dem anderen. Und es war dringend notwendig alles zu ändern! Deshalb machte ich die Ausbildung zum Burnout-Prophylaxe-Trainer, um mein Wissen weitergeben zu können. Ich wollte verhindern, dass man die Zeichen „übersieht“.
Mein Weg mit dem Leben umzugehen ist seit jeher die Kreativität.
Malen ist mein Weg, die Seele zu streicheln.

Jetzt, da ich altersbedingt weniger arbeite, nehme ich mir endlich die Zeit, mich mit meiner künstlerischen Weiterentwicklung zu beschäftigen. Ich besuche seit 2017 die Meisterklasse der Malakademie Stockerau. Bei Roswitha Eisenbock, einer Schülerin von Prof. Christian Ludwig Attersee, lerne ich die verschiedensten Techniken –  wie Enkaustik (Wachsmalerei, eine der ältesten Techniken überhaupt),  Fluid, Spritz- Schütt- Street-Art, Kohle, Graphit, Pastellkreiden……und vieles mehr. Auch die wirklich hohe Kunst der Ölmalerei ist mir mittlerweile nicht mehr fremd. Ölfarbe bildet einen wundervollen Körper und glänzt von ganz allein. 
Ich arbeite vor allem an der Perfektionierung meiner technischen Fertigkeiten, die ja das Rüstzeug eines Künstlers darstellen.   

Ich male niemals nach Vorlage, ich habe vielleicht eine vage Vorstellung des Bildes im Kopf. Ich beginne mit einer Farbe und lasse mich einfach treiben, wohin mich der Weg auch führt.
Kunst als Therapie. Kunst als Heilung. Kunst ist einfach mein Weg, mit dem Auf- und Ab des Lebens umzugehen.

Ich versuche nichts zu beschönigen – ich male Bilder tief aus meiner Seele.